Beikosteinführung – Empfehlung für Familien mit Zöliakie

Der aktuelle Wissensstand zur Gluteneinführung in der Beikost 

Nach Empfehlung sollte bei Neugeborenen aus Zöliakie-Familien in den ersten vier Monaten ausschließlich Muttermilch oder altersentsprechend geeignete Säuglingsnahrung gegeben werden. Ab dem 5. Lebensmonat kann Gluten in die Beikost eingeführt werden. Dabei sollte die Menge langsam gesteigert werden.

Aktuelle Studien (PreventCD und Gluten in frühkindlichen Beikost) haben gezeigt, dass es wenig Einfluss hat, zu welchem Zeitpunkt mit glutenhaltiger Nahrung begonnen wird (ob mit 5., 6. oder 12. Monat). Auch scheint Stillen keinen schützenden Effekt zu haben, was die Entstehung einer Zöliakie angeht.

Bei einem späteren Beginn mit glutenhaltiger Nahrung ab dem 12. Monat scheint sich die Zöliakie auch etwas später zu manifestieren (mit 34 Monaten vs. 26 Monaten bei früherer Glutenzufuhr). Im Alter von fünf Jahren lagen in den Studien bei der Häufigkeit jedoch beide Gruppen (Beginn mit sechs Monaten vs. Beginn mit 12 Monaten) gleich auf.

Auch der Beginn mit Kleinstmengen (Lutschen an Nudel etc.) in den ersten Wochen der Beikosteinführung hatte keinen Effekt auf die Häufigkeit.

Da nicht alle Kinder trotz manifestierter Zöliakie unmittelbar Beschwerden haben, ist es wichtig, dass Untersuchungen der Antikörper erfolgen, sofern bereits eine Diagnose bei den Eltern oder Geschwistern vorliegt. Mehr zum Familienscreening lest ihr hier.

Die erste Testung empfiehlt die DZG bei unauffälligem Gedeihen im 2. Lebensjahr bis spätestens zum 2. Geburtstag vornehmen zu lassen, danach in 2-3-jährlichen Abständen. Insgesamt ist das Risiko, dass Kinder von Betroffenen auch eine Zöliakie bekommen, zwar deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung, liegt aber insgesamt bei ca. 10-15 %.

Damit einen sorgenlose Start in die Welt des Essens!

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